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Willkommen an Bord - ina auf der MS Wissenschaft


12.September 2009

Transfertag: Höhlenleben

Fahrtage eignen sich besonders gut, um das schwimmende Ungetüm, auf dem man lebt, zu entdecken – immerhin über 600m² – was bleibt einem während der Fahrt auf einer Stahlinsel auch anderes übrig. An Bug und Heck gibt es jeweils zwei Wohnungen, in denen es sich das Kapitäns-Ehepaar, je 2×2 Lotsen und der Steuermann gemütlich machen. Auf drei Etagen kann man sich durch Schlafhöhlen, Kochnische, Badeecke hangeln. Den Backofen halte ich rege in Betrieb. Es gibt 2 Autos, 3 Fahrräder, oft Fernsehen, manchmal Internet und 40.000 Liter Frischwasser zu verduschen an Bord (und übrigens gut doppelt soviel Treibstoff). Eine Glühlampe ließ mit leisem Knall ihr Leben, um mir zu beweisen, dass ein Teil des Stromnetzes mit geringerer Spannung als üblich arbeitet.

11.September 2009

Potsdam: MS Tippgemeinschaft

Ihr lest hier von einer glücklichen Gewinnerin! Drei Wochen lang bin ich auf diesem schwimmenden Stück Stahl unterwegs und stelle mich jeden Morgen der gleichen Herausforderung wie alle anderen Schiffmitbewohner: die Besucherzahlen vorhersehen. Endlich haben meine hellseherischen Fähigkeiten auch mal auf diesem Gebiet funktioniert. ;-)
Belohnt wird alle Anstrengung, die richtige Anzahl Gäste aufs Boot gezwungen zu haben, mit einem Eis nach Wahl – finanziert von demjenigen, der meist zu optimistisch total daneben lag. Leider sieht meine Bilanz düster aus: Ich durfte bereits 4x die Geldbörse zücken.

8.September 2009

Spandau: Zwergenaufstand

Schluss mit Schulferien. Willkommen auf der Spielwiese Schiff. Bunte Schülerherden zogen entlang der Havel, bildeten zähe Pfropfen am Schiffseingang. Ihr Auftrag: herauszufinden, was unkaputtbar in der Ausstellung zurückbleibt, nachdem sie wie eine dunkle Wolke darüber hinweggefegt sind. Die Kreativität der kleinen und großen Saboteure ist unberechenbar. Da werden Rechner auf kniffligste Art lahm gelegt, unsere digitale Lehrerin (Schaufensterpuppe) ausgezogen, die Exponattexte erweitert. Ich ziehe meinen Hut vor den Lehrern, die diesem Schauspiel als daily soap auf Arbeit frönen dürfen.
Plötzlich freuen wir uns riesig aufs Arbeiten am Wochenende, da sind wir in Potsdam – ohne Schüler und Schikane. :-D