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Willkommen an Bord - ina auf der MS Wissenschaft


24.Juli 2008

Geheimschrift und Geheimsprache

Trotz Toefltest und 70% Akademiker steht man in Südkorea oft hilflos einer Mehrheit Einheimischer gegenüber, die der englischen Sprache nicht mächtig ist. Selbst bei kleineren Fragen darf man zwar immer mit der großen Hilfsbereitschaft der Koreaner rechnen, nicht aber mit einer klaren Auskunft.
Hinzu kommen die zunächst mystischen koreanischen Schriftzeichen namens Hangeul, die sämtliche Bushaltestellen, Nahrungsmittelverpackungen und Toilettenzugänge zieren. Hinweis- und Verbotsschilder sind selten mit hilfreichen Zeichnungen oder Symbolen versehen – aber Ausländern wird gern und viel verziehen. Doch:

Die koreanische Schrift ist unglaublich schnell zu lernen,
was es zu beweisen gilt! :-D

Das Spannende an der koreanischen Schrift ist die Anordnung der Buchstaben. Löst Euch von dem Gedanken, dass nur Buchstaben hintereinandergereiht Sinn ergeben. In Korea sind sie in Silben angeordnet. Man schreibt von links nach rechts und manchmal auch von oben nach unten.
Einen Decoder findet Ihr hier. (Hinweis: Die jeweils letzte Spalte der Konsonanten und Vokale ist zunächst uninteressant – außer dem Kringel. Der Kreis ist eigentlich ein ng – wird aber lautlos, wenn er vor einem Vokal steht, da Vokale nie nackig stehen, so z.B. auch bei meinem Namen.)


Nun versucht mal die 3 Begriffe zu enschlüsseln. Alle richtigen Einsendungen, die bis Mittwoch Nacht in meiner Mailbox landen, können mit einem unwiderstehlichen Preis rechnen. :-)

Das Lesenlernen lässt sich im Übrigen kaum vermeiden, da selbst internationale Begriffe und Namen hemmungslos ins Koreanische verschlüsselt werden. Da im Land weder der Buchstabe f noch Worte mit der Endung s oder d bekannt sind, hat man beim Übersetzen der Fastfood-Speisekarte sehr viel Spaß.

22.Juli 2008

Kann es in den Wolken regnen?

40×30 km groß ist es – das größte UNESCO Weltnaturerbe in Korea. Und wir mittendrauf. Jejudo ist eine herrlich grüne felsige Vulkaninsel im Südmeer Koreas. Wind und Wetter und koreanische Autovermietungen konnten uns nicht daran hindern, einmal im Kreis die aus über 100 Vulkanen entstandene Landschaft zu entdecken: weiche schwarze Sandstrände, stürmische Felsenküste, grüner Dschungel. Inmitten der Insel ragt der größte Vulkan Hallasan in die Wolken.
Sonnenschirmkaravanen zogen zu den Natursehenswürdigkeiten, deren Eingang jeweils mit Hindernissen wie Kassehäuschen und Ananas-am-Stiel-Verkäuferinnen bestückt war. Vor jedem Wasserfall konnten die kreativsten Fotoposen bewundert werden ;-)
Einen Kilometer tief stolperten wir in eine unterirdische Lawaader hinein – die einzigen 30 Minuten bei heimischen 17 Grad :-P . Auf Jeju wurde uns klar, dass der Mensch tatsächlich 24h am Tag problemlos Schweiß produzieren kann.

Großstadtgeflüster

Die Klimaanlagen brummen durch die Nacht. Die Luftfeuchte klebt am Hals. Seoul – unsere erste Station – ist nur 5 langweilige Busstunden von Pohang entfernt, doch so viel anders – abgesehen vom Wetter ;-)
Beim täglichen obligatorischen koreanischen Abendbrot im Restaurant ist auch auch Tilo von der leckeren einheimischen Küche begeistert – wenn man doch nur vorher wüsste, was man gerade bestellt hat :-D