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Willkommen an Bord - ina auf der MS Wissenschaft


30.April 2008

ZooBesuch

Herzlich willkommen in POSTECH-Paradise. Riesiges Areal, 1300 (leicht eingeschüchterte) Studenten, ununterbrochen Sonnenschein (der ums Labor einen Bogen macht) und eine gemütliche Wohnheimsiedlung, um Studenten und Professoren möglichst weit weg vorm Downtown-Leben zu bewahren.

Das Hoch dieser Siedlung ist das Haus Nr. 20. Dort leben die englischsprachigen Studis im D.O.G. (Dream of Globalization-Wohnheim) ;-) . In diesem Wohnheim landen für gewöhnlich alle Ausländer. Bezeichnend ist der einzige Mädelgang, auf dem außer mir nur Koreanerinnnen wohnen, die ich zunächst allesamt für Chinesinnen gehalten habe. Ich bin Herrscherin über ein Doppelzimmer und nun auch einen Wäscheständer. Wir haben hier ne Gruppendusche mit rosa Vorhängen, Lounge mit Flach-TV, Waschmaschine und Trockner aufm Gang und ne Art russischer Deschurnaja, ne Frau, die uns unseren Dreck nachräumt.

Jeder Weg übern den Campus gleicht einem Besuch im Zoo. Von Weitem ist man aus der Schar schwarzer Toupets auszumachen, wird auffällig neugierig beäugt, ist schuld an so manchem Ver- kehrsunfall, Beziehungs- krise oder Kindersturz. Im dichten Gedränge auf der Straße oder im Supermarkt hat man den meisten Platz – und erschrickt selbst, wenn ganz überraschend am Milchregal ein zweites europäisches Gesicht auftaucht. Lächelnd begrüßt man sich auf Englisch und schmunzelt über die umzingelnden Zoobesucher. ;-)

25.April 2008

Grünes Wohnheim

Koreanische Wohnheime haben einiges zu bieten. Z. B. wunderbares Klima für kleine Grüneinheiten. Auf mich wartete daher heut früh eine Überraschung auf dem Fensterbrett:

17.April 2008

Koreanische Örtchen

Die wohl wichtigste Lokalität für Einsteiger der koreanischen Küche ist unvermeidbar: das Klo. Tilo wird sehr enttäuscht sein, denn die dingers sehen, außer der Durchbiss ganz vorn, wie daheeme aus. Ganz wichtig zu unterscheiden ist das Hüttl am Busbahnhof, womer nicht mal weiß, was ekliger ist: das Klo oder die Klofrau, die dich böse bei der Suche nach Klopapier beobachtet, selbst. Hab mein erstes Klo in einer Privatwohnung für euch festgehalten. Einfach toll, dieser überflüssige Kram. Die hyperaktive Sitzheizung hat mich beim ersten entspannten Sitzversuch ganz schön erschreckt. Aber wer hätts gedacht, keines dieser hundert Knöppl ist zum Spülen da – dafür musste ich peinlich den Hausherren fragen. Unvergesslich sind die Spülgeräusche, die jegliches menschliches akustisches Lebenszeichen aufm Klo übertreffen. Wer davon nicht genug kriegen kann, erzeugt sie künstlich per Knopfdruck auf die etiquette bell. Was dem Europäer einzig fehlt ist wohl die Steckdose, um seinen Blog gleich live vor Ort mit Abenteuern von koreanischem Essen zu füllen ;-)